Holzpelletierung

Holzpellets, der Brennstoff für die immer beliebteren Pelletöfen bzw. Holzbrennöfen, werden auf dem Wege der Holzpelletierung hergestellt. Zur Holzpellettierung werden in der Regel Holznebenprodukte, Holzabfälle oder Holzreste herangezogen, also etwa Sägespäne oder Schleifabfälle.

Die Holzpelletierung wird aus diesem Grunde besonders häufig in Betrieben vorgenommen, in welchen Abfälle aus Holzbestandteilen anfallen. Für eine Holzpelletierung prädestiniert sind daher Sägewerke, Hobelbetriebe oder auch einige Fabriken, in denen Holzmöbel und Holzartikel produziert werden.

Mit der Holzpelletierung werden mehrere Ziele verfolgt. Zunächst soll ein Brennstoff erzeugt werden, der sich aufgrund seiner geometrischen Form und der damit einhergehenden Eigenschaften in automatisierten Fördersystemen einsetzen lässt. Dadurch soll erreicht werden, dass die Zufuhr der Brennstoffe zu einem Pelletofen ebenso einfach wie die Öl- oder Gaszufuhr zu einem konventionellen Brenner erfolgen kann. Bei den Pellets ergibt sich diese Eigenschaft durch die Kleinstückigkeit und die normierte Größe und Form. Ein weiteres Ziel besteht darin, durch die Holzpelletierung einen hochwertigen Brennstoff mit keinen oder nur geringen Qualitätsschwankungen und einem möglichst konstanten Brennwert zu erhalten.

Hierzu werden die Holzabfälle bei der Holzpelletierung zunächst getrocknet, um ihnen das energiezehrende Wasser, das den Brennwert herabsetzen würde, zu entziehen. Die dann getrockneten Holzpartikel werden in eine Stahlmatrize gefüllt. Die Matrize enthält Bohrungen, durch die die Holzpartikel mit hohem Druck gepresst werden. Die dabei erzeugte Reibungswärme ist ausreichend, um eine feste Verbindung der Holzpartikel zu erreichen. Aus der Matrizen treten daher Stränge von zusammengepresstem Holzteilchen aus. Hier ist der Prozess der Holzpelletierung fast beendet, denn die Stränge brauch nur noch in Abständen, die der Länge der Pellets entsprechen, geschnitten zu werden. Eine Zugabe von Klebe- oder Bindemitteln ist für die Holzpelletierung nicht erforderlich. Durch den hohen Druck und die vorherige Trocknung bilden Pellets einen kompakteren Brennstoff als Stückholz. Dementsprechend ist auch der Brennwert von Pellets gegenüber Stückholz erhöht.

Wegen dieses Herstellungsprozesses erfüllen die Pellets in mehrfacher Hinsicht die Anforderungen an einen umweltfreundlichen Rohstoff. Zum einen werden sie aus Holz, also einem klimaneutralen nachwachsenden Rohstoff erzeugt und zum anderen handelt es sich bei dem Holz um Abfallholz, das durch die Holzpelletierung zu einem thermisch verwertbaren Wertstoff wird.